| TV-L Tarifrunde 2015

Bislang größter Warnstreik im öffentlichen Dienst erwartet

Die Welle der Warnstreiks erreicht ihren Höhepunkt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die erste Welle der Warnstreiks im öffentlichen Dienst Mecklenburg-Vorpommerns erreicht am Freitag ihren Höhepunkt.

Die Gewerkschaften haben Arbeitsniederlegungen in Rostock und Schwerin sowie in den Landkreisen Rostock, Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg angekündigt. In Güstrow werden mehr als 2000 Teilnehmer zu einer Kundgebung erwartet. Die Lehrergewerkschaft GEW hat die rund 6000 Beschäftigten an den etwa 310 Schulen der betroffenen Städte und Landkreise zum Warnstreik aufgerufen. Außerdem sollen die rund 3000 Beschäftigten der Universität Rostock außer im Bereich Medizin, der Hochschule für Musik und Theater und der Hochschule Wismar die Arbeit niederlegen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft rund 500 Mitarbeiter von Landesämtern und Autobahn- und Straßenmeistereien zum Warnstreik auf. Dazu gehören aus Rostock das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das Landesamt für Gesundheit und Soziales, das Amt für Raumplanung und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem eine Tariferhöhung von 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro, einen Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte, eine verbindliche Übernahmeregelung und Urlaubserhöhung für Auszubildende. Abstriche an der betrieblichen Altersversorgung lehnen sie ab. Die Verhandlungen werden am 16. März in Potsdam fortgesetzt.

Für den 11. März haben die Gewerkschaften zu einem landesweiten Streik und einer Kundgebung in Schwerin aufgerufen. Dort werden rund 6000 Teilnehmer erwartet.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifverhandlung, Streik

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