| Urteil

Berliner Lehrerin mit Klage gegen Kopftuchverbot gescheitert

Berliner Lehrerin wurde nicht diskriminiert.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Kopftuchverbot für Berliner Lehrerinnen an allgemeinbildenden Schulen ist nach einem Urteil des Arbeitsgerichts rechtens.

Damit scheiterte am Donnerstag die Klage einer abgelehnten Lehramts-Bewerberin gegen das Land Berlin. Die junge Frau hatte sich diskriminiert gesehen und geltend gemacht, sie sei wegen ihres Kopftuchs nicht als Grundschullehrerin eingestellt worden. Sie wollte eine Entschädigung erstreiten.

Alle Religionen werden gleich behandelt

Das Gericht folgte ihren Argumenten nicht. Das Berliner Neutralitätsgesetz behandele alle Religionen gleich, sagte Richter Andreas Dittert. Danach dürften Lehrer, Polizisten und Justizbedienstete keine religiösen Symbole oder Kleidungsstücke tragen. Die angehende Lehrerin hätte zudem das Angebot annehmen können, an einer berufsbildenden Schule zu unterrichten, wo das Kopftuchverbot nicht gilt. Ihre Anwältin kündigte an, eine Berufung gegen das Urteil  zu prüfen (Urteil v.  14.4.2016, 58 Ca 13376/15).

Schlagworte zum Thema:  Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Lehrer, Religionsfreiheit

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