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Senat beschließt Auflösung des Stellenpools

Bild: Haufe Online Redaktion

Ende des Jahres soll Schluss sein mit dem zentralen Stellenpool in Berlin. Ein Beschluss des schwarz-roten Senats ist nun auch vom Rat der Bürgermeister und den Personalvertretungen befürwortet worden, teilte die Finanzverwaltung mit.

Nach der Auflösung des Stellenpools soll eine Abwicklungsbehörde gegründet werden, die ihre Arbeit nach etwa einem Jahr beenden soll. Sie soll die letzten Mitarbeiter im Pool vermitteln. Derzeit sind dort noch rund 2.000 Beschäftigte, von denen etwa 600 die Altersteilzeit nutzen.

In dem 2004 vom damaligen Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) gegründeten Pool waren alle Mitarbeiter «zwischengeparkt» worden, deren Stellen gestrichen oder überflüssig geworden waren. Sie sollten im «zentralen Personalüberhangmanagement» für andere Aufgaben in der Verwaltung oder auch außerhalb qualifiziert werden. Fast 10.000 Kräfte wurden in den knapp acht Jahren in den Pool versetzt.
Rund 5.000 Mitarbeiter seien bislang auf andere Stellen vermittelt worden, berichtete Staatssekretärin Margaretha Sudhof am Dienstag. Weitere rund 3.000 Kollegen sind demnach aus dem öffentlichen Dienst ausgeschieden - vor allem durch den Renteneintritt oder auch Prämien. Beurlaubte und freigestellte Personalüberhangkräfte sollen in die Herkunftsdienststellen versetzt werden. Wer in der Altersteilzeit, extern beschäftigt oder dauerhaft erkrankt ist, wird in die Senatsverwaltung für Finanzen abgeordert.

Der Gesetzentwurf wird jetzt dem Abgeordnetenhaus vorgelegt. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) hatte bereits im März 2011 angekündigt, den Pool auflösen zu wollen. Er war gegründet worden, weil nach der Wende und Bezirksreformen viel Personal nicht mehr gebraucht wurde. Laut Sudhof gab es damals zunächst 200.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Aktuell sind es rund 105.000. Ziel seien 100.000.

Schlagworte zum Thema:  Personalabbau, Berlin, Stellenpool, Öffentlicher Dienst

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