05.12.2013 | Berlin

Lehrer im Warnstreik

Angestellte Lehrer fordern Gleichbehandlung.
Bild: Haufe Online Redaktion

Einen Tag nach neuen länderübergreifenden Gesprächen sind angestellte Berliner Lehrer wieder auf die Straße gegangen.

Es war der 16. Warnstreik-Tag innerhalb eines Jahres. Zahlen der Senatsbildungsverwaltung zufolge fehlten mehr als 1.900 Lehrer an 412 Schulen. Am Warnstreik hätten sich aber auch Schüler und verbeamtete Lehrer beteiligt.
Etwa jede zweite Schule in der Hauptstadt war vom Ausstand der Lehrer betroffen. Laut GEW fielen mehr als 10.000 Unterrichtsstunden aus.

Angestellte Lehrer fordern Gleichbehandlung und einen Tarifvertrag

Die angestellten Lehrer fordern einen eigenen Tarifvertrag und gleiche Bezahlung wie die verbeamteten Kollegen. Dies lehnt Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) ab, weil für Tariffragen die Tarifgemeinschaft der Länder zuständig sei. Am Dienstag hatten sich GEW-Vertreter erstmals wieder mit der TdL zu Gesprächen auf Bundesebene getroffen. Es sei darüber gesprochen worden, im kommenden Jahr Sondierungsgespräche aufzunehmen, sagte Erdmann.

In Berlin gibt es fast 9.000 angestellte und etwa 20.000 verbeamtete Lehrer. Seit 2004 kommen junge Pädagogen nicht mehr in den Beamtenstatus. Nach GEW-Berechnungen bekommen sie in 40 Dienstjahren bis zu 230.000 EURnetto weniger als verbeamtete Kollegen.

Finanzsenator Berlins kritisiert die Streiks

Nußbaum zeigte vor diesem Hintergrund kein Verständnis für die neuen Warnstreiks. «Mit den Streikaktionen riskiert die GEW Berlin, dass eine Lösung und die Option einer Aufnahme bundesweiter Tarifverhandlungen scheitern», erklärte er. «Ich habe dafür kein Verständnis. Zumal die Streiks immer wieder auf Kosten der Schüler, Eltern und Lehrerkollegen gehen.»

Schlagworte zum Thema:  Berlin, Angestellte, Lehrer, Tarifvertrag

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