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Berlin: DGB kritisiert Beamtenbesoldung und sieht Nachwuchs in Gefahr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Berlin-Brandenburg hat die Bezahlung der Beamten in Berlin kritisiert und befürchtet Nachwuchsprobleme etwa bei Polizei und Feuerwehren.

«Wie soll Berlin Nachwuchskräfte finden, wenn alle anderen Bundesländer und der Bund deutlich mehr zahlen?», sagte die DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zinke am Donnerstag in Berlin.

Auch die Gewerkschaft Verdi kritisierte: «Der Berliner öffentliche Dienst steht unmittelbar vor einem akuten Fachkräftemangel.» Es seien Neueinstellungen notwendig.

Während das Einstiegsgehalt im mittleren Dienst in Berlin bei 1753 Euro brutto liege, zahle etwa Hamburg 326 Euro mehr im Monat, berichtete der DGB. Bis 2017 geht nach Angaben der Gewerkschaft ein Viertel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Ruhestand.

«Berlin ist bundesweit bei der Beamtenbesoldung mit Abstand Schlusslicht», kritisierte Zinke. Die vom Senat geplante Erhöhung von plus 2 Prozent im August sei unzureichend und liege unter dem Durchschnitt der Anhebung in anderen Bundesländern. Der DGB fordere einen verbindlichen Plan für eine Anpassung an die Bundesbesoldung bis 2017.

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