| Beamtete Lehrer

Bisher rund 170 Verweise nach Warnstreik

Streik hat für beamtete Lehrer Konsequenzen!
Bild: Haufe Online Redaktion

Der erste Warnstreik von beamteten Lehrern in Rheinland-Pfalz vom März 2013 hat Konsequenzen.

Bislang habe das Land rund 170 Verweise gegen Lehrer ausgesprochen, weil sie an den Protesten teilgenommen hätten, sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier am Freitag und bestätigte einen Bericht der Zeitung «Die Rheinpfalz». Bei einem Verweis erfolge ein Eintrag in die Personalakte, der nach zwei Jahren gelöscht werde. Noch seien nicht alle Verweise bestandskräftig, weil teils noch Widerspruch eingelegt werden könne, sagte die Sprecherin.

Nach dem Streik hatte die ADD gegen 325 beamtete Lehrer, die kein Streikrecht haben, Disziplinarverfahren eingeleitet. In etwa 30 Fällen seien die Verfahren eingestellt worden. «Zum Beispiel, wenn betroffene Lehrer an jenem Tag gar keinen Unterricht hatten», sagte die Sprecherin. In den übrigen Verfahren werde es wohl weitgehend auf Verweise hinauslaufen. Zuvor waren den knapp 300 betroffenen Lehrern bereits für einen Streiktag die Bezüge gekürzt worden.

Die Lehrer hatten im Frühjahr 2013 gestreikt, um gegen den damaligen Beschluss des Landes zu protestieren, von 2012 bis 2016 die Bezüge der Beamten um nur ein Prozent im Jahr zu erhöhen.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Lehrer, Streik

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