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Beamtenbund: Ost-Kommunen hinken bei Weihnachtsgeld weiter hinterher

Kommunale Beschäftigte in den neuen Bundesländern erhalten weiterhin weniger Weihnachtsgeld als Kollegen im Westen.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Der Thüringer Beamtenbund hat moniert, dass mit der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst Angestellte der Ost-Kommunen beim Weihnachtsgeld weiter ihren Westkollegen hinterherhinken.

Eine stufenweise Angleichung wie bei den Beschäftigten von Bund und Ländern bleibe für sie Zukunftshoffnung, erklärte der Landesvorsitzende Helmut Liebermann in Erfurt. «Das tut weh und ist auf lange Sicht nicht hinnehmbar.» Trotzdem sei der am Freitagabend im öffentlichen Dienst gefundene Abschluss «alternativlos und sachgerecht». Weitere Streiks würden das Ergebnis nicht verbessern, konstatierte Liebermann.

Trotzdem positive Bewertung des Tarifabschlusses

Laut Tarifabschluss bekommen die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen in zwei Stufen ein Lohnplus von 4,75 Prozent bis 2017. Die Gewerkschaft Verdi wertete den Tarifkompromiss als Erfolg. «Die Arbeitgeberseite hat sich enorm bewegt», sagte Landesbezirksleiter Oliver Greie.

Zu der Einigung hätten in besonderem Maße auch die Warnstreiks in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beigetragen, betonte Greie. Allein seit der zweiten Verhandlungsrunde am 11. April hätten sich 5.000 Beschäftigte beteiligt. Er sei selbst überrascht, dass so viele Menschen mobilisiert werden konnten. Betroffen waren unter anderem kommunale Dienststellen, Landratsämter, Kindertagesstätten und der Personennahverkehr.

Schlagworte zum Thema:  Tarifrecht, Öffentlicher Dienst, Kommunen, Neue Bundesländer, Weihnachtsgeld

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