10.10.2013 | Beamtenversorgung

Beamtenbund regt Versorgungsanstalt an

dbb-Bundesvorsitzender Klaus Dauderstädt.
Bild: dbb / Marco Urban

Der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hat eine Diskussion angeregt, um die Finanzierung der Beamtenversorgung auf eine solidere Grundlagen zu stellen. Er schlägt die Einrichtung einer gemeinsamen Institution der Länder zur Abwicklung der Beamtenversorgung vor.

Der dbb Chef äußerte sich im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Ausgabe vom 8.10.2013): „Analog zur bereits bestehenden Versorgungsanstalt für die Zusatzversorgung könnte eine Versorgungsanstalt für Beamtenversorgung gebildet werden, über die alle Fondsmittel etwa mit Hilfe der Bundesbank mündelsicher angelegt werden – auf die die einzelnen Länderparlamente keinen Zugriff hätten. Das würde sicherstellen, dass einzelne Länder sich bei der Pensionsvorsorge nicht aus der Verantwortung stehlen können.“

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Gerade bei den Ländern, die ihre Versorgungsrücklagen bereits zum Stopfen von Haushaltslöchern „ verfrühstückt haben“, könnte dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe stoßen, räumte der dbb- Bundesvorsitzende ein. Er räumte aber einer evtl. Großen Koalition die Chance ein, hier zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen.

Darauf sei der öffentliche Dienst dringend angewiesen: Eine sichere Pension ist neben der Unkündbarkeit der Vorteil, mit dem der öffentliche Dienst angesichts einer im Durchschnitt schlechteren Bezahlung im Wettbewerb mit den privaten Arbeitgebern um das schrumpfende Arbeitskräfteangebot bestehen kann. "Wenn wir das nicht erhalten können, sind wir verloren.“, so Dauderstädt.

 

dbb fordert einheitliche Bezahlung im öffentlichen Dienst

Eine Forderung, die der dbb-Bundesvorsitzende an eine, wie auch immer zusammengesetzte, künftige Regierungskoalition richtet, ist die Rückkehr zu einheitlichen Bezahlstrukturen im öffentlichen Dienst. „In der guten alten Zeit gab es einen Bundesangestelltentarif und ein Bundesbesoldungsgesetz für den ganzen öffentlichen Dienst. Heute verhandeln Bund und Kommunen noch zusammen, die Länder aber getrennt.“ Mit dem Ergebnis, dass es bei gleicher Tätigkeit Unterschiede in der Besoldung von 20 Prozent etwa zwischen Berlin und Bayern gibt.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Beamtenversorgung, Besoldung

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