| Beamtenbund

Regeln zur Rückkehr von Pensionären ändern

Es sollen mehr Anreize für freiwillige Weiterarbeit ehemaliger Staatsdiener geschaffen werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Beamtenbund fordert erneut Ausnahmeregelungen für vor dem Ruhestand stehende Staatsdiener, um die steigenden Flüchtlingszahlen bewältigen zu können.

Es müsse vor allem der Plan aufgegeben werden, eine freiwillige Weiterarbeit über das Pensionsalter hinaus nur dann zu genehmigen, wenn ein dienstliches Interesse bestehe, sagte der Beamtenbund-Chef Volker Stich am Freitag in Stuttgart.

Es seien Anreize notwendig, die Beschäftigten länger im Dienst zu halten, statt Eingriffe in bestehende Regelungen, die sich bewährt hätten. Zugleich mahnte er befristete Lockerungen an, um Pensionäre einfacher aus den Ruhestand zurückholen zu können. «Jetzt ist ein Gesamtkonzept und schnelles Handeln gefragt.» Das zuständige Finanzministerium prüft schon seit geraumer Zeit, ob und wie entsprechende Vorschriften geändert werden können.

Der oppositionelle FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sagte: «Es ist höchste Zeit, dass endlich gehandelt wird. Das Land kann es sich angesichts steigender Flüchtlingszahlen nicht leisten, auf die Hilfe von Beamten mit jahrzehntelanger Erfahrung zu verzichten.» Unterdessen schrieb das Kultusministerium 30 000 pensionierte Pädagogen an, um sie für den Deutschunterricht von Flüchtlingen zu gewinnen. Eine ähnliche Aktion gab es schon vom Innenministerium und den Regierungspräsidien.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Pension, Flüchtlinge, Beamtenbund

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