| Familienpflegezeit

Beamtenbund fordert Verbesserungen bei der Pflege auch für Beamte

Pflegezeitverbesserungen sollen allen zugute kommen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Beamtenbund fordert, gesetzliche Verbesserungen bei der Pflege auch auf Beamte zu übertragen.

Die Weiterentwicklung von Familienpflegezeitgesetz und das Pflegezeitgesetz sei überfällig, um der demografischen Herausforderung zu begegnen, sagte der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt.

„Fast die Hälfte der über zweieinhalb Millionen Pflegefälle in Deutschland wird ausschließlich durch Angehörige unterstützt, darunter überwiegend Frauen und zwangsläufig auch immer mehr Personen im Berufsleben“, so Dauderstädt. Eine Gesellschaft, die dem Phänomen wachsender Pflegebedürftigkeit gerecht werden will, müsse Instrumente finden, erträgliche und angemessene Lösungen dafür anzubieten.

Rechtsanspruch auf Pflegezeit auch für Beamte gefordert

Der dbb sieht in der Einführung eines Rechtsanspruchs auf Familienpflegezeit und auf finanzielle Förderung durch zinslose Darlehen zur besseren Bewältigung des Lebensunterhalts während der Freistellung einen spürbaren Fortschritt.

Die Begrenzung auf Arbeitnehmer ist dabei nicht plausibel. „Ob eine Familie von einem Pflegefall betroffen ist, hängt nicht vom Status des Ernährers ab“, so der dbb Chef. Darum dürften Beamtinnen und Beamte auch nicht von den geplanten Fördermaßnahmen ausgeschlossen bleiben. Familiäre und berufliche Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen, sei gerade angesichts der Altersstruktur im öffentlichen Dienst auch ein Thema für Beamtinnen und Beamte.

Der dbb erwarte daher, dass die schon geltenden Regelungen im Bundesbeamtenrecht über Teilzeit und Vorschuss bei Pflegefällen parallel zum Arbeitnehmerbereich fortgeschrieben werden, im Bund und in allen 16 Bundesländern.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Pflege, Gesetzesänderung, Familiäre Pflege, Häusliche Pflege

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