Bayern: Künftig mehr Behördenanträge online möglich

In Bayern sollen mehr Verwaltungsdienstleistungen über das Internet möglich werden. Durch ein neues Verfahren zur Identifikation des Absenders sollen ab dem kommenden Jahr nahezu alle Anträge der teilnehmenden Behörden elektronisch abgegeben werden können.

Die Staatsregierung will eine intensivere Nutzung des Bayern-Portals ermöglichen, indem die Authentifizierung erleichtert wird, wie Staatsminister Marcel Huber in München mitteilte. «Wir wollen Dienstleistungen rund um die Uhr und von überall aus über das Internet anbieten», erläuterte Finanzminister Markus Söder.

Neues Authentifizierungsverfahren

Neben dem neuen Personalausweis könne ab dem kommenden Jahr auch das von der Elektronischen Steuererklärung (Elster) bekannte Authega-Verfahren eingesetzt werden. Das Authega-Verfahren ermöglicht über eine Registrierung per E-Mail und Post eine sichere Identifizierung des Absenders bei offiziellen Anträgen. Es soll vom kommenden Jahr an großflächig im Bayern-Portal zum Einsatz kommen. Nahezu alle Anträge an teilnehmende Behörden könnten dann vollelektronisch abgegeben werden - der Gang zum Amt entfällt.

Kommunen entscheiden selbst über den Einsatz

Welche Anträge dann tatsächlich online abgewickelt werden, entscheidet jede Kommune selbst. Die Staatsregierung sorgt mit dem Bayern-Portal lediglich für die technische Infrastruktur. Es ist seit einem Jahr online, mehr als 1.000 von 2.000 bayerischen Kommunen nehmen derzeit daran teil. Monatlich wird das Portal 250.000 Mal aufgerufen.

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