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Baden-Württemberg: Warnstreiks der Beschäftigten an Unikliniken am Dienstag

Ausgefallene Operationen und Einschränkungen in der ambulanten Versorgung: An den vier baden-württembergischen Unikliniken kommt es am Dienstag zu Warnstreiks, wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag in Stuttgart berichtete.

Die Behandlung von Notfällen sei aber sichergestellt. Mit der ganztätigen Arbeitsniederlegung in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm will die Gewerkschaft die Arbeitgeber zur Vorlage eines Angebots in der laufenden Tarifrunde für die 25 000 Beschäftigten bewegen.

Verdi-Verhandlungsführer Günter Busch sagte: «Wenn bei der nächsten Runde nichts Verhandlungsfähiges auf den Tisch kommt, wird die Situation sehr schnell eskalieren.» Die Gewerkschaft empfahl den Patienten, vorher bei den Kliniken zu erkundigen, ob die geplante Behandlung stattfinde. Die Gespräche werden am kommenden Mittwoch (18.4.) fortgesetzt. Von den Verhandlungen sind Krankenschwestern, medizinische Fachkräfte und Techniker betroffen.

Die Unikliniken hatten die Verdi-Forderung zum Auftakt zurückgewiesen. Eine Arbeitgebersprecherin sagte, der Warnstreik sei unverhältnismäßig. Es sei bereits angekündigt worden, dass in der zweiten Gesprächsrunde ein Angebot vorgelegt werde. Die angespannte wirtschaftliche Lage der Häuser lasse eine 6,9-prozentige Einkommenserhöhung, mindestens aber 250 Euro mehr, nicht zu. Von den Krankenkassen sei dagegen lediglich eine Steigerung der Budgets der Unikliniken um höchstens 1,48 Prozent zu erwarten. Die etwa 5000 Ärzte an den Unikliniken sind von den Gesprächen nicht betroffen, sie fallen unter die Tarifbestimmungen des Landes.

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