06.10.2011 | Personal & Tarifrecht

Baden-Württemberg: Neue Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr

Den Berufspendlern im Südwesten steht in der kommende Woche neuer Ärger ins Haus: Für Montag und Dienstag hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu ganztägigen Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr in acht Städten aufgerufen.

An ihnen sollen sich etwa 7500 Fahrer von Bussen und Straßenbahnen in Baden-Baden, Esslingen, Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Pforzheim und Stuttgart beteiligen, wie Verdi-Sprecher Andreas Henke am Mittwoch ankündigte.

Zeitgleich lässt die Gewerkschaft ihre Mitglieder in einer Urabstimmung entscheiden, wie es nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) und Verdi weitergehen soll.

Henke rechnet damit, dass der öffentliche Nahverkehr in den acht Städten an beiden Tagen komplett zum Erliegen kommt. Die Gewerkschaft hofft, den KAV zu einem Einlenken zu bewegen. «Wir wollen nicht streiken, sondern ein Verhandlungsergebnis», sagte Henke. Verdi verlangt unter anderem kürzere Schichten, eine volle jährliche Sonderzahlung und 30 Tage Urlaub für alle unabhängig vom Alter. Der KAV hatte die Forderungen als unbezahlbar abgelehnt.

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