An Grundschulen in Baden-Württemberg fehlen knapp 500 Lehrer für das Schuljahr 2017/2018. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Unbesetzte Lehrerstellen und in der Folge mögliche Unterrichtslücken sind zum Schulstart in Baden-Württemberg ein Thema. Besonders betroffen sind Grundschulen, aber auch Sonderpädagogen fehlen an den Bildungs- und Beratungszentren.

In Baden-Württemberg rechnet Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit Engpässen an Schulen im bevorstehenden Schuljahr 2017/2018. Insbesondere im November kann es aufgrund des Lehrermangels und der regelmäßigen Krankheitswelle zu Unterrichtsausfällen kommen. Von 5100 offenen Stellen wurden 4465 für das neue Schuljahr besetzt. Knapp 500 Lehrer fehlen an den Grundschulen. An Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren konnten nur 295 Stellen von 400 mit Sonderpädagogen besetzt werden.

Hohes Maß an Unflexibilität angehender Lehrer

Hintergrund für den Lehrermangel sei laut Kultusministerin ein hohes Maß an Unflexibilität angehender Lehrer. So wollten rund 200 Bewerber nur in einer bestimmten Region oder an einer bestimmten Schule eingesetzt werden. Dabei sind vor allem Städte bei den Bewerbern gefragt. Bisher werde den Lehrern bei Versetzungen eine Entfernung von 20 Kilometern zugemutet. Im Vergleich zur freien Wirtschaft müsse das von den Beamten akzeptiert werden. Vorübergehend arbeiten 28 Gymnasiallehrer aufgrund des Mangels nun an Grundschulen.

 

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Schlagworte zum Thema:  Lehrer, Baden-Württemberg

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