16.04.2012 | Personal & Tarifrecht

Augsburg kündigt Preissteigerungen nach Tarifabschluss an

Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg kündigt für ihre Bürger steigende Preise bei kommunalen Leistungen an.

Wegen der Tariferhöhung im öffentlichen Dienst rechnet Augsburgs Finanzreferent Hermann Weber (Neue CSM) mit steigenden Kosten etwa für Kindertagesstätten, Büchereien und den öffentlichen Nahverkehr. «Bei der nächsten Gebührenerhöhung, die ansteht, wird diese Entwicklung mit eingerechnet», sagte Weber der Nachrichtenagentur dpa. «Am Schluss zahlen es immer die Gebühren- oder Steuerzahler.»

Die zwei Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund erhalten über die nächsten zwei Jahre in mehreren Stufen insgesamt 6,3 Prozent mehr Geld. Augsburg habe nicht damit gerechnet, dass der Tarifabschluss so hoch ausfallen würde, sagte Weber. Er sei von zwei bis drei Prozent ausgegangen. Statt der für die Tariferhöhung einkalkulierten 1,3 Millionen Euro fielen nun 1,93 Millionen Euro an. Daher müsse Augsburg die Differenz von rund 630 000 Euro aus dem Topf für unvorhergesehene Ausgaben nehmen.

Es seien allerdings vorerst ausreichend Reserven zurückgelegt worden. «Die Stadt geht deshalb nicht auf dem Zahnfleisch», sagte der Finanzreferent. Nur bei vielen weiteren unvorhergesehenen Ereignissen könnte es eng werden: «Wenn jetzt das Rathaus zusammenfällt, dann habe ich ein Problem - dann kann ich nicht zahlen.»

Aktuell

Meistgelesen