21.10.2015 | Unfallversicherung

Ex-Krankenschwester erhält Anerkennung von Gelbsucht als Berufskrankheit

Gelbsucht als Berufskrankheit von Krankenschwester anerkannt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Einer ehemaligen Krankenschwester aus Offenbach wird ihre Gelbsucht als Berufskrankheit anerkannt. Dies hat das hessische Landessozialgericht entschieden.

Die 58-Jährige sei «bei ihrer Tätigkeit als Krankenschwester im Blutspendedienst einem besonders erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen», urteilte das hessische Landessozialgericht. Die Berufsgenossenschaft wurde dazu verurteilt, Hepatitis-C als Berufskrankheit anzuerkennen und die Frau zu entschädigen.

Krankenschwester war bei Blutspendedienst beschäftigt

Die Klägerin war als ausgebildete Krankenschwester von 1987 bis 1992 bei einem Blutspendedienst für die intravenöse Blutabnahme zuständig gewesen. Anschließend arbeitete sie als Steuerfachangestellte. 2004 wurde eine vergrößerte Leber und eine Hepatitis-C-Virusinfektion festgestellt. Die Frau beantragte, dies als Berufskrankheit anzuerkennen. Sie habe monatlich etwa 400 Blutabnahmen durchgeführt und sich dabei auch manchmal mit der Nadel verletzt.

Die Berufsgenossenschaft hatte eine Anerkennung abgelehnt. Ein Sozialgericht war dieser Ansicht gefolgt. Eine Revision wurde durch das hessische Landessozialgericht nicht zugelassen (Urteil v. 14.7.2015, L 3 U 132/11).

Schlagworte zum Thema:  Krankenschwester, Berufskrankheit

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