| TV-L Tarifrunde 2015

5,5 Prozent mehr Gehalt für Landesdiener zu viel

Bullerjahn widerspricht Gewerkschaftsforderungen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) macht den Landesbediensteten keine Hoffnungen auf hohe Einkommenssteigerungen.

In einem am Samstag erschienenen Interview mit der «Magdeburger Volksstimme» sagte Bullerjahn, die Forderung der Gewerkschaften nach einem Plus von 5,5 Prozent passten nicht in die Zeit. «Angesichts der sehr geringen Inflation, niedrigster Zinsen oder auch sinkender Spritpreise ist für uns klar: So einen Abschluss wird es nicht einmal im Ansatz geben.» Bullerjahn ist Chef der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und wird die Verhandlungen für die Länder leiten.

Mit Blick auf die Rekord-Steuereinnahmen der Länder sagte er: «Die meisten Länder brauchen diese Einnahmen, um die Schuldenbremse einzuhalten und um die notwendigen Investitionen zu realisieren.» Die Forderung der Gewerkschaften würde für Sachsen-Anhalts Landeskasse zusätzliche Ausgaben von gut 100 Millionen Euro pro Jahr bedeuten, sagte der Finanzminister weiter. Dieselbe Erhöhung für die Beamten des Landes würde noch einmal 70 Millionen Euro bedeuten.

Mit der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 175 Euro, ziehen Verdi und der Beamtenbund (dbb) in die Tarifrunde 2015. Verhandelt wird ab 16. Februar für die 800 000 Angestellten der Länder ohne Hessen, das nicht in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder ist.

Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifverhandlung, Entgelt

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