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Thüringer Landesrechnungshof kritisiert IT in der Verwaltung

Unterschiedliche Hardware ist unwirtschaftlich.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Landesrechnungshof hat erhebliche Mängel beim Einsatz von Informationstechnik in der Landesverwaltung moniert. Es fehle zudem an einer einheitlichen Strategie, um Fehlinvestitionen vorzubeugen, kritisierten die Finanzprüfer.

Derzeit managt jede Behörde ihre eigene IT, so dass in der Verwaltung ganz unterschiedliche Hard- und Software eingesetzt werde. Würden die IT-Aufgaben stärker gebündelt, könnten Kosten und Aufwand gespart werden - etwa durch günstigere Konditionen im Einkauf. Konkrete Zahlen zum Einsparpotenzial blieben die Prüfer aber schuldig.

Zu viele unterschiedliche Gerätemodelle erschweren den Überblick

Laut Rechnungshof sind die Server der Landesbehörden auf fast 400 Räume verteilt, werden mehr als 350 verschiedene Servermodelle genutzt und gibt es gut 50 Stellen für die Beschaffung von Informationstechnik. Das lasse auf «gravierende Mängel bei der Steuerung des IT-Bereichs» schließen. Gerade mit Blick auf große, behördenübergreifende Vorhaben brauche es Lösungen «aus einem Guss».

Rechnungshof: Zentraler Einkauf ist wirtschaftlicher

Der Rechnungshof sprach sich daher für einen zentralen Einkauf von IT-Technik aus. Zudem müsse die Hard- und Software in den Landesbehörden vereinheitlicht werden. Neben geringeren Preisen im Einkauf würde dadurch auch die Betreuung der IT-Systeme vereinfacht, hieß es. Den Angaben zufolge hat das Land Thüringen 2012 mehr als 60 Millionen Euro für Informationstechnik ausgegeben.

Im Finanzministerium stießen die Rechnungsprüfer auf offene Ohren. «Wir begrüßen die Punkte hinsichtlich einer zentralen IT-Beschaffung und einer E-Government-Strategie ausdrücklich», erklärte Sprecher Alexander Flachs. Für beides lägen bereits Entwürfe vor. Die zentrale Beschaffung von IT solle mit der Aufstellung des Haushalts 2015/16 umgesetzt werden, die Strategie zu E-Government noch vor der Sommerpause im Kabinett beraten werden.

Schlagworte zum Thema:  E-Government, IT-Technik, Wirtschaftlichkeit, IT, Landesrechnungshof, Thüringen

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