Die Steuereinnahmen werden auf 905,9 Milliarden Euro im Jahr 2022 ansteigen Bild: Corbis

Im Vergleich zur letzten Steuerschätzung vom November 2017 werden die Steuereinnahmen bis 2022 voraussichtlich höher ausfallen. So handelt es sich bereits für das Jahr 2018 um eine geschätzte Mehreinnahme von 7,8 Milliarden Euro. Hiervon soll in die Digitalisierung investiert werden.

Bund, Länder und Kommunen werden höhere Steuereinnahmen verzeichnen als noch mit der Herbstprojektion 2017 erwartet. Nach einer Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzungen gilt das auch für die nächsten Jahre bis 2022. Für den Bund ergeben sich bereits für 2018 geschätzte Mehreinnahmen von 5,5 Milliarden Euro, für die Länder 3,5 Milliarden Euro und für die Gemeinden 0,6 Milliarden Euro.

Investitionen in die digitale Zukunft

Laut Bundesfinanzminister Scholz sollen die Mehreinnahmen genutzt werden, um die Auswirkungen der kalten Progression zu beseitigen und einen Digitalfonds mit 2,4 Milliarden Euro zu gründen. Dabei soll insbesondere das Projekt Digitale Schule unterstützt werden. Ergibt sich in den nächsten Jahren ein weiterer finanzieller Spielraum, sollen wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag gefördert werden.

Grundlagen der Steuerschätzung

Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um real 2,3 Prozent. Für das Jahr 2018 wird von einer Zunahme der Bruttolöhne von 4,4 Prozent ausgegangen. Auch beim Unternehmens- und Vermögenseinkommen wird mit einer Zuwachsrate gerechnet. Der Schätzung liegt das geltende Steuerrecht zugrunde. Dabei werden stets die finanziellen Auswirkungen bestimmter Gesetze und Regelungen berücksichtigt. Gegenüber der vorangegangenen Herbstprojektion 2017 war u. a. die Verordnung zur Bestimmung der Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 2018 relevant.

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Schlagworte zum Thema:  Steuerschätzung, Steuereinnahmen

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