Die Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden sind zum Jahresende 2017 auf 1,9 Billionen Euro gesunken. In Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern war der Rückgang der Schulden am stärksten.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, war der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2017 mit 1 967,2 Milliarden Euro verschuldet. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 23.797 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen mitteilt, hat sich damit der Schuldenstand gegenüber den revidierten Ergebnissen zum 31.12.2016 um 2,1 % beziehungsweise 42,1 Milliarden Euro verringert. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute, der sonstige inländische Bereich – wie zum Beispiel private Unternehmen – und der sonstige ausländische Bereich.

Schulden des Bundes um 1,2 % gesunken

Alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts trugen zum Schuldenabbau bei. Der Bund war zum Ende des Jahres 2017 mit 1 242,5 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand sank damit um 1,2 % beziehungsweise 14,5 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2016.

Schulden der Länder um 3,7 % zurückgegangen

Einen noch stärkeren Rückgang erreichten die Länder: Der Schuldenstand nahm um 3,7 % beziehungsweise 22,5 Milliarden Euro auf 586,2 Milliarden Euro ab. Die meisten Länder konnten ihre Verschuldung abbauen. Prozentual besonders stark sank sie dabei in Sachsen (-16,0 %), Baden-Württemberg (-13,0 %) und Bayern (-12,7 %). Entgegen der allgemeinen Tendenz erhöhten sich die Schulden in drei Ländern: Hamburg (+4,6 %), Thüringen (+3,5 %) sowie Sachsen-Anhalt (+2,2 %). Ein wesentlicher Grund in Hamburg waren Schuldenaufnahmen im Zusammenhang mit dem Komplex um die HSH Nordbank.

Die Gemeinden und Gemeindeverbände senkten ihren Schuldenstand um 3,5 % beziehungsweise 5,0 Milliarden Euro auf 138,0 Milliarden Euro. In allen Ländern gab es Rückgänge, die prozentual höchsten in Sachsen (-9,5 %), Sachsen-Anhalt (-6,8 %) und Hessen (-6,4 %).

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