Bei rückläufiger Bevölkerung würden die Ausgaben für eine steigende Anzahl von Staatsbediensteten das Land in Zukunft überfordern, so der Finanzminister. Bild: Corbis

Der Finanzminister Sachsens warnt davor, weiter die Zahl der Staatsbediensteten zu erhöhen. Aufgrund des anzunehmenden Bevölkerungsrückgangs im Land wäre ansonsten die finanzielle Belastung für das Land zu hoch.

Die Zahl der Staatsbediensteten in Sachsen muss nach Auffassung von Finanzminister Georg Unland (CDU) deutlich sinken - langfristig von jetzt rund 86.000 auf weniger als 70.000.

Bevölkerungsrückgang ist absehbar

Würde das Land trotz des anhaltenden Bevölkerungsrückganges an der aktuellen Personalstärke festhalten, werde die Staatsbeschäftigungsquote von zurzeit gut 10 auf bis zu 20 und 25 Prozent steigen, sagte Unland. Auf diese Entwicklung müsse Sachsen rechtzeitig reagieren oder «wir fahren den Staat gegen die Wand», so der Politiker.

Keine neuen Stellen geplant

Im nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 sollten Unland zufolge keine Stellen aufgestockt werden wie zuletzt bei Lehrern und Polizisten. Er verwies dabei auch auf die Altersstruktur der Bevölkerung. Bis 2030 und darüber hinaus würden jedes Jahr rund 60.000 Menschen in Rente gehen, während gleichzeitig nur etwa 30.000 neu in den Arbeitsmarkt einträten. «Wir können nicht mehr oben drauflegen. Wir werden umbauen müssen und die dafür nötige Diskussion ist keine über die Ressource Geld, sondern eine über die Ressource Mensch.»

Schlagworte zum Thema:  Sachsen, Öffentlicher Dienst, Beamte

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