26.10.2011 | Haushalt & Finanzen

Sachsen-Anhalt: Pflicht zur doppelten Buchführung bleibt

Die Kommunen in Sachsen-Anhalt sollen wie geplant zur doppelten Buchführung ab 2013 verpflichtet werden. Darauf einigten sich Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und der SPD-Innenexperte Rüdiger Erben.

Eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag, wonach den Gemeinden und Landkreisen dauerhaft ein Wahlrecht in der Art der Rechnungsführung gegeben werden sollte, ist damit obsolet. Die gesetzlich bereits geforderte Umstellung ab 2013 ist wegen des zusätzlichen Aufwandes umstritten.

Bei der doppelten Buchführung müssen die Kommunen eine Bilanz aufstellen, die auch alle Vermögenswerte erfasst. Im konventionellen Verfahren (Kameralistik/Geldverbrauch) brauchen dagegen nur Ein- und Ausgaben erfasst zu werden. Es bildet damit nicht richtig ab, wie sich das Gesamtvermögen entwickelt. Die doppelte Buchführung soll mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bringen. In der Wirtschaft ist die doppelte Buchführung seit Jahrhunderten der Standard.

 

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