| Sachsen-Anhalt

Neues Datennetz für die Landesverwaltung

Sachsen-Anhalt will sein Datennetz auf den neuesten Stand bringen.
Bild: Corbis

Sachsen-Anhalts Landesverwaltung bekommt für 172,5 Millionen Euro ein neues Datennetz. Verwaltungsintern sollen Arbeitsabläufe verbessert und die Datensicherheit erhöht werden. Durch die schneller Bearbeitung von Verfahren sollen auch die Bürger profitieren.

Elektronische Akten, Videoschalten und Heimarbeit - bislang hat sich Sachsen-Anhalts Verwaltung schwer damit getan. Das Datennetz stammt aus den 1990er Jahren. Jetzt wird viel Geld für Verbesserungen in die Hand genommen.
Alle 550 Standorte der Verwaltung sollten daran angeschlossen werden, teilten das Finanzministerium und das Unternehmen T-Systems in Magdeburg bei der Vertragsunterzeichnung mit. Das bisherige Datennetz stammt in den Grundzügen aus dem Jahr 1993, das künftige soll den Angaben zufolge 200 Mal leistungsfähiger sein. «Das ist ein Quantensprung beim Thema Digitalisierung», sagte Finanzminister André Schröder (CDU).

Kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Datensicherheit

Die Bürger würden davon profitieren, weil etwa Verfahren schneller bearbeitet und abgeschlossen werden könnten. Bürgerfreundlicher, schneller und sicherer werde das Datennetz. Finanzstaatssekretär Michael Richter nannte Beispiele für die Verbesserungen: Videokonferenzen etwa hätten eine zunehmende Bedeutung und bräuchten schnelle und sichere Datenübertragungen, auch das Arbeiten von Zuhause oder von unterwegs sei künftig besser möglich. Hinzu komme die elektronische Bearbeitung von Vorgängen.

Anschlüsse auch für Schulen und Kommunen

Auch die Schulen sollen an das neue Landesdatennetz angebunden werden - mit einem Anschluss etwa für das Sekretariat und nicht für die Schüler. Diese sollten über Breitband online gehen können. Auch alle Kommunen sollen einen Anschluss an einem Standort bekommen, sagte Richter.

Um das Kernnetz zu schaffen, hat T-Systems laut Finanzminister Schröder nun 27 Wochen Zeit - danach werden die Standorte angeschlossen. Der Vertrag von Land und T-Systems läuft fünf Jahre. Neue Technik soll nicht extra beschafft werden, es reiche der normale Zyklus, in dem Computer und Co. ohnehin ausgetauscht würden.

Voraussichtlich bis Ende dieses Jahres soll ein zweites Vergabeverfahren zur Telefonie für die Landesverwaltung abgeschlossen sein. Weitere Ausschreibungen für die Bereiche Internet und Mobilfunk sollen folgen. Das Gesamtprojekt soll 2019 abgeschlossen sein.

Schlagworte zum Thema:  Sachsen-Anhalt, Verwaltung, EDV-System

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