Rekordüberschuss für deutsche Gemeinden

Die deutschen Kommunen und Gemeindeverbände haben im Jahr 2016 einen Überschuss von rund 5,4 Milliarden Euro erzielt. Bei den Ausgaben legten die Sozialleistungen um knapp 10 Prozent zu.

Der Überschuss im Jahr 2016 war das beste Ergebnis seit der 2008 ausgebrochenen weltweiten Finanzkrise. Er fiel zugleich um 2,2 Milliarden höher aus als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Einnahmen in Höhe von 247 Milliarden Euro

Den um sieben Prozent gestiegenen Einnahmen in Höhe von rund 247 Milliarden Euro standen Ausgaben von rund 241,6 Milliarden Euro gegenüber. Ein Grund für die höheren Einnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbänden (ohne Stadtstaaten): Bund und Länder beteiligten sich mit mehr Geld an den kommunalen Sozialleistungen. Die Zuweisungen und Kostenerstattungen erhöhten sich um zwölf Prozent auf 89,7 Milliarden Euro.

Außerdem stiegen die Steuereinnahmen der Kommunen um fast sechs Prozent auf 89,8 Milliarden Euro. Das geht in erster Linie auf ein Plus bei der Gewerbesteuer zurück, die um fast zehn Prozent auf 38,3 Milliarden Euro zulegte.

Zunahme bei den Ausgaben für Sozialleistungen

Bei den kommunalen Ausgaben legten die Sozialleistungen mit einem Plus von knapp zehn Prozent auf 59,3 Milliarden Euro besonders stark zu. Dabei schnellten die Kinder- und Jugendhilfe und die Leistungen für Asylbewerber in die Höhe. Leicht rückläufig waren dagegen wegen der günstigen Arbeitsmarktlage die kommunalen Ausgaben der Grundsicherung für Arbeitsuchende.

dpa
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