| Mecklenburg-Vorpommern

Verbeamtungen nur noch bis 40 Jahre

Pensionslasten gestiegen - Höchstalter für Verbeamtungen gesenkt!
Bild: Haufe Online Redaktion

Die jährlichen Ruhegehälter für pensionierte Beamte in Mecklenburg-Vorpommern haben sich laut Finanzministerium seit 2000 von 9 auf 72 Millionen Euro erhöht und steigen weiter rasant an. Im Jahr 2015 überschreite die Pensionslast wegen des Anstiegs der Zahl der Versorgungsempfänger 100 Millionen Euro.

«Allein aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung ergibt sich daher Handlungsbedarf, um die Versorgungslasten im Griff zu behalten», sagte Finanzministerin Heike Polzin (SPD) am Mittwoch im Schweriner Landtag. Ein Schritt dazu sei die Absenkung des Höchstalters für Verbeamtungen von 45 auf 40 Jahre. Die Verordnung werde geändert.

Die oppositionelle Linke fand für ihren Antrag, auf die geplante Altersabsenkung zu verzichten, keine Unterstützung. Die Linksfraktion sieht in der Änderung vor allem eine Benachteiligung von Lehrern. Als eines der letzten Bundesländer beginnt Mecklenburg-Vorpommern damit, Pädagogen zu verbeamten. Davon würden jedoch nur junge Lehrer profitierten, nicht aber solche, die schon länger im Dienst seien und in Jahren des Personalüberhangs solidarisch auf Stunden und damit Einkommen verzichtet hätten, sagte die Linke-Abgeordnete Jeannine Rösler. Die Neuregelung sei dem Spardiktat der Finanzministerin geschuldet. Statt 1400 müssten nur 300 Lehrer verbeamtet werden.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Pension, Lehrer

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