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Bezüge der hessischen Beamten sollen steigen

Beamtenbezüge im Hessischen Landtag
Bild: Reinhard Krieger ⁄

Nach Plänen der hessischen Landesregierung sollen die Gehälter des mittleren und gehobenen Dienstes stärker als bisher vorgesehen angehoben werden.

Die hessischen Beamten bekommen nach dem Willen der schwarz-grünen Landesregierung einen Nachschlag bei der geplanten Erhöhung ihrer Bezüge. Von dem Plus profitieren der mittlere und gehobene Dienst, also beispielsweise viele Polizisten sowie Beamte der Justiz- und Finanzverwaltung, wie die Landtagsfraktionen von CDU und Grünen am Freitag in Wiesbaden erklärten.

Steigerung von mindestens 420 Euro im Jahr

Demnach steigen die Bezüge für alle Beamte ab Juli 2016 um mindestens 420 Euro im Jahr. Dies bedeute für die unteren Besoldungsgruppen ein stärkeres Plus als die bislang angekündigten ein Prozent Zuschlag.

Gewerkschaften hatten die Erhöhung als zu niedrig kritisiert.

Wochenarbeitszeit soll gekürzt werden

Wie bereits im Koalitionsvertrag vereinbart, verkürzt sich die Wochenarbeitszeit für alle Beamte ab August 2017 auf 41 Stunden.

Damit dies nicht lediglich zu einer Arbeitsverdichtung führe, wolle das Land im kommenden Jahr rund 970 neue Stellen schaffen, erklärte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner. Im Haushalt würden für den Schritt rund 44 Millionen Euro eingeplant. Beamte bis zu einem Alter von 50 Jahren mussten bislang 42 Wochenstunden arbeiten.

Das Gesetz zur Erhöhung der Beamtenbesoldung ist in der kommenden Woche Thema in der Plenarsitzung. Für die Beamtenanwärter ist ein Plus von 600 Euro im Jahr vorgesehen, wie der CDU-Fraktionschef Michael Boddenberg erklärte. «Dadurch gewährleisten wir, dass die Ausbildung in Hessen, sei es im Polizeiberuf, bei der Feuerwehr, in der Verwaltung oder im Lehramtsreferendariat, attraktiv bleibt.» Der Nachschlag bei der Besoldung schlägt im Landeshaushalt 2017 mit rund fünf Millionen Euro zu Buche.

Schlagworte zum Thema:  Hessen, Beamte

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