17.08.2015 | Brandenburg

Mehr als 38.000 Hinweise auf Beschwerde-Portal

Auf der Beschwerdeseite «Maerker Brandenburg» können sich Bürger direkt an ihre Verwaltung wenden.
Bild: Ich-und-Du ⁄

Viele Brandenburger beschweren sich über das Internetportal «Maerker» bei der Verwaltung über kaputte Straßen, morsche Bäume und andere . In einigen Regionen steht Bürgern diese Möglichkeit noch nicht offen.

Mängel an Straßen und Wegen, wilde Mülldeponien und ungepflegte Grünflächen oder Spielplätze stören Bürger in Brandenburg am meisten. Auf der Beschwerdeseite «Maerker Brandenburg» im Internet wurden diese Probleme am häufigsten genannt, wie aus einer Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.

Bürger können übers Internet Infrastruktuerprobleme mitteilen

70 Kommunen nutzen das 2009 ins Leben gerufene Portal. Aus Sicht des Ministeriums könnten es noch mehr sein. «Die 70 Maerker-Kommunen sind eine zufriedenstellende Zahl, aber da ist natürlich noch Luft nach oben», sagte die stellvertretende Sprecherin Susann Fischer.
Auf der Internetseite können Bürger ihrer Verwaltung auf einfachem Weg mitteilen, wo es ein Infrastrukturproblem gibt. Daraufhin teilt die Verwaltung allen Nutzern dieser Plattform mit, wie sie den Missstand beseitigen wird. Ampelsymbole informieren über den Stand der Bearbeitung. Laut Schröder äußern sich die Kommunen innerhalb von drei Arbeitstagen zum Sachstand.

Portal wird von 70 Kommunen bereits rege genutzt

Das Portal wird rege genutzt: Mehr als 38.000 Hinweise gab es bereits. Sie reichen vom Ärger über Dauerparker, Schlaglöcher, morsche Bäume und übervolle Glascontainer bis hin zu zu Beschwerden über zu laute Feuerwerke in der Nachbarschaft und Splittreste vom Winter des Vorjahres auf Straßen.

Kaum oder gar nicht genutzt wird das System in Barnim, Uckermark und südlichen Regionen Brandenburgs. «Der Zentrale IT-Dienstleister des Landes berät und unterstützt alle Kommunen bei der Einführung von Maerker», erläutert Fischer. Die Verbreitung erfolge jedoch zum Großteil über kommunale Netzwerke: «Kommunen die Maerker bereits nutzen, überzeugen ihre jeweiligen Nachbarkommunen davon», so die Sprecherin. Die Nutzung ist freiwillig und kostet die Kommunen nichts, ein Internetzugang genügt.

Schlagworte zum Thema:  Brandenburg, Beschwerde, Verwaltung

Aktuell

Meistgelesen