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Verband fordert mehr Lehrerstellen

Inklusion und Ganztagsschulen sind mit hohem personellen Aufwand verbunden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für die Verwirklichung dreier zentraler CSU-Bildungsversprechen wären nach Berechnungen des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Tausende zusätzliche Stellen nötig.

Dabei geht es um den von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochenen Ausbau der Ganztagsangebote, die Verbesserungen bei der individuellen Förderung und die Inklusion von Behinderten.

Verschiedene Planungsvarianten für den Ausbau pädagogischer Angebote

In einer rechnerischen Minimal-Variante des BLLV würden für diese drei Aufgaben 1.153 zusätzliche Stellen bis zum Jahr 2018 gebraucht, in einer mittleren Variante 13.400 Stellen und in einer Maximal-Variante 22 500. BLLV-Präsident Klaus Wenzel erneuerte die Forderung, künftig ein Viertel der Steuermehreinnahmen in die Schulen zu stecken. Damit ließe sich zumindest das Minimal-Modell realisieren - «und vielleicht noch ein bisschen mehr».

Für die drei Varianten hat der BLLV jeweils verschiedene Annahmen getroffen: einmal einen Schüleranteil in Ganztagsklassen von 20 Prozent, einmal von 35 Prozent und einmal von 50 Prozent. Bei der individuellen Förderung hat der Verband zwischen zwei und acht Zusatzstunden pro Klasse angenommen, bei der Inklusion verschieden hohe Anteile von Schülern mit Lern- oder anderen Behinderungen.

Nimmt man jeweils die Minimal-Varianten zusammen, ergibt sich ein Bedarf von 8.200 zusätzlichen Lehrerstellen, maximal sind es sogar knapp 30.000. Davon hat der BLLV dann die Lehrerstellen abgezogen, die wegen der zurückgehenden Schülerzahlen rechnerisch frei werden.

Wenzel mutmaßte, Seehofer habe wohl nichts von solchen Zahlen geahnt, als er die drei Bildungsziele verkündet habe. Dem Kultusministerium warf der BLLV-Präsident «relative Planlosigkeit» vor: «Mein Verdacht ist, dass es im Kultusministerium keine Planungsabteilung gibt.»

Schlagworte zum Thema:  Bayern, Schule, Lehrer, Inklusion

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