Warnstreiks im öffentlichen der Dienst der Länder Bild: Michael Bamberger

Eine Woche vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) erhöhen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber. Es finden Warnstreiks in mehreren Bundesländern statt.

Warnstreiks in Baden-Württemberg

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder hat die Gewerkschaft Verdi für Dienstag zu Warnstreiks und Protestaktionen in Baden-Württemberg aufgerufen. Unter anderem soll an Universitäten, in Zentren für Psychiatrie, in Studentenwerken sowie Landesbehörden die Arbeit vorübergehend niedergelegt werden. Es geht im Südwesten um 285 000 Beschäftigte, von denen 185 000 verbeamtet sind.

Warnstreiks in Bayern

In Bayern sind die Mitarbeiter von zehn Autobahn- und Straßenmeistereien im Süden Bayerns aufgerufen, die Arbeit kurzfristig niederzulegen, außerdem das Personal der Flussmeisterstelle in Wasserburg am Inn. Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen in Bayern soll in der kommenden Woche der Valentinstag am 14. Februar werden, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag in München mitteilte.

Warnstreiks in Rheinland-Pfalz

Mehr als 1600 Länderbeschäftigte in Rheinland-Pfalz werden nach Gewerkschaftsangaben am Mittwoch vorübergehend ihre Arbeit niederlegen und für eine bessere Bezahlung demonstrieren. An den Warnstreiks beteiligten sich Mitarbeiter der Ministerien und des Landesbetriebs Mobilität, der Universitäten und Krankenhäuser, außerdem pädagogische Fachkräfte sowie Tarifbeschäftigte bei der Polizei, teilten mehrere Gewerkschaftsführer am Montag mit.

Warnstreiks im Saarland

Hunderte Länderbeschäftigte im Saarland werden nach Gewerkschaftsangaben am Mittwoch vorübergehend ihre Arbeit niederlegen und für eine bessere Bezahlung demonstrieren. Zu einer Kundgebung vor dem saarländischen Staatstheater würden bis zu 1000 Menschen erwartet, sagte ein Sprecher von Verdi am Montag. An den Warnstreiks beteiligten sich Mitarbeiter der Ministerien und der Landesbetriebe, der Universität und des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen, die in Potsdam geführt werden, beginnt am 16. Februar. „Wir gehen davon aus, dass es die entscheidende Runde wird“, sagte Michael Blug, Landesbezirksleiter von Verdi Rheinland-Pfalz-Saarland.

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Schlagworte zum Thema:  TV-L, Tarifverhandlung, Warnstreik, Öffentlicher Dienst

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