Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Hessen

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes in Hessen rufen die Gewerkschaften heute zum Warnstreik auf. Die Gewerkschaften verlangen 6 Prozent mehr Gehalt und die Übernahme des Tarifergebnisses auf die Landesbeamten.

Nach der Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft der Länder sieht der Beamtenbund dbb nun das Land Hessen am Zug. Es gebe für Hessen keinen Grund, länger auf Zeit zu spielen, teilte der dbb-Landesvorsitzende Heini Schmitt mit.

Tarifverhandlungen für Hessen am 2. und 3. März 2017

Hessen führt die Tarifverhandlungen für seine rund 45.000 Landesbeschäftigten in Eigenregie, weil es 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgeschert war. Die zweite Gesprächsrunde in Hessen ist für den 2. und 3. März 2017 vorgesehen.

Gewerkschaften fordern 6 Prozent mehr Gehalt

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) als Verhandlungsführer des Landes lehnt diese Forderung als viel zu hoch ab. Einen eigenen Vorschlag des Landes hatte er bei der ersten Verhandlungsrunde Ende Januar nicht vorgelegt.

Abschluss der Tarifverhandlungen für Landesbeschäftigte nach TV-L

Die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hatten sich auf einen Tarifkompromiss für die Landesangestellten außerhalb Hessens geeinigt und so dort neue Streiks in Schulen und Kitas abgewendet. Das Ergebnis sieht insgesamt 4,35 Prozent mehr Lohn innerhalb von zwei Jahren vor. Rückwirkend zum 1. Januar 2017 erhalten die Beschäftigten 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2018 nochmals 2,35 Prozent mehr.