11.05.2016 | Hessen

Schwarz-Grün bleibt dabei: Ein Prozent mehr Gehalt für Beamte

Hessen: Beamte sollen nur eine geringe Lohnsteigerung erhalten
Bild: Thomas Siepmann ⁄

Im Streit um die Beamtenbesoldung hält Hessens Regierung an der Marschroute fest. Zum 1. Juli sollen die Bezüge um ein Prozent steigen.

Die Regierungsparteien CDU und Grüne brachten am Dienstag in Wiesbaden einen entsprechenden Gesetzentwurf ein. Angesichts einer Inflationsrate von nahe null Prozent sei dies eine Reallohnsteigerung. Die Erhöhung liege aber unterhalb der Gehaltssteigerung für die Tarifbeschäftigen im öffentlichen Dienst, räumte Schwarz-Grün ein.

Anhebung wurde bereits Ende 2013 beschlossen

Die einprozentige Anhebung hatte die Regierung bereits Ende 2013 im Koalitionsvertrag vereinbart und dies mit den Sparanstrengungen im Landeshaushalts begründet. Im vergangenen Jahr war den Beamten bereits eine Nullrunde verordnet worden. Opposition und Gewerkschaften haben dies wiederholt scharf kritisiert. Als Messlatte für 2016 hatte die Gewerkschaft der Polizei vor wenigen Tagen «4,4 Prozent» - den Abschluss für die Angestellten - genannt.

Langfristig ist Lohnentwicklung bei Angestellten und Beamten ähnlich

Im langfristigen Vergleich gebe es bei Beamten und Angestellten fast keine Unterschiede, erklärten die Fraktionschefs Michael Boddenberg (CDU) und Mathias Wagner (Grüne). Die Löhne der Tarifbeschäftigten seien im Vergleich zum Jahr 2000 um insgesamt 28,91 Prozent gestiegen, die Besoldung der Beamten im gleichen Zeitraum um 27,91 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Besoldung, Angestellte

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