20.09.2011 | Entgelt

Schleswig-Holstein: Krankenhäuser drohen weitere Belastungen

Die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein befürchten, dass ihre Finanzlage noch schlechter wird.

Die Vergütungen an die Kliniken werden nach jüngsten Zahlen der Bundesgesundheitsministerium im nächsten Jahr 2012 um höchstens 1,48 Prozent steigen, kritisierte die Landesvorsitzende der Krankenhausgesellschaft, Landespastorin Petra Thobaben, am Montag in Kiel nach einer Vorstandssitzung. «Diese minimale Preissteigerung wird hinten und vorne nicht reichen.» Es drohten massive Unterdeckungen der Haushalte, sagte Geschäftsführer Bernd Krämer unter Hinweis auf Forderungen der Ärzte nach 9,5 Prozent mehr Gehalt und absehbar höhere Bezüge auch für Pflegekräfte und andere Beschäftigte.

Als Reaktion auf die zu erwartende erhebliche Unterfinanzierung müssten die Krankenhäuser im kommenden Jahr die ohnehin schon knappe Personaldecke weiter ausdünnen, hieß es. Die Mitarbeiter arbeiteten aber schon jetzt an der Grenze ihrer Belastbarkeit, sagte Thobaben. Sie forderte, die Sparauflagen für die Krankenhäuser zurückzunehmen.

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