Beamte in NRW bekommen höhere Bezüge

Das Ergebnis der Tarifrunde TV-L 2017 wird auf die Beamten des Landes Nordrhein-Westfalen übertragen. Ab April 2017 steigen die Bezüge um 2 Prozent und ab Januar 2018 um 2,35 Prozent.

Nach dem Tarifkompromiss für die Angestellten des Landes bekommen auch die Beamten in NRW mehr Geld. Im Jahr 2017 sollen die Bezüge der Staatsdiener in Nordrhein-Westfalen um 2,0 Prozent und im Jahr 2018 nochmals um 2,35 Prozent steigen, wie Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) am Donnerstag mitteilte. Die Anhebung der Beamtenbesoldung entspreche damit eins zu eins der Tariferhöhung, die gerade für die Angestellten ausgehandelt worden ist. Allerdings kommt dies drei Monate später zum 1. April 2017. Für 2018 steigt die Besoldung dagegen schon zu Jahresbeginn im Januar.

Schnelle Einigung auf Übertragung des Tarifergebnisses

Man habe das «faire Ergebnis», das wegen getroffener Vorsorge auch «haushaltstechnisch umsetzbar» sei, innerhalb von nur einer Stunde erzielt, betonte der Minister in Düsseldorf. Im NRW-Etat 2017 werde das Plus für die mehr als 260 000 Beamten, rund 80 000 Tarifbeschäftigten und etwa 198 000 Versorgungsempfänger mit 460 Millionen Euro zu Buche schlagen. Für 2018 sei mit 1,27 Milliarden Euro zu kalkulieren.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund sprach von einem guten Ergebnis. Es sorge dafür, dass Beamte und Versorgungsempfänger in Land und Kommunen nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt würden.

dpa
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