09.11.2015 | Baden-Württemberg

Pensionäre helfen in der Flüchtlingskrise

Die Verwaltung braucht mehr Fachkräfte. Pensionäre sollen helfen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Um mehr Pensionäre für die vielen Aufgaben in der Flüchtlingskrise aus dem Ruhestand zu locken, sollen die ehemaligen Beamten deutlich mehr Geld bekommen als bisher.

Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) wolle am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Kabinett einbringen, wie «Sonntag Aktuell» berichtet. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dies am Samstagabend. Wie genau das Landesbeamtenversorgungsgesetz vorübergehend geändert werden soll, sei aber noch unklar.

Zuverdienst wird auf Pensionen angerechnet

Beamte wie Polizisten oder Lehrer bekommen bisher dem Bericht zufolge ihren Zuverdienst auf die Pension angerechnet. Sie dürfen aber nicht mehr verdienen als die Differenz zwischen der Pension und dem früheren Gehalt als aktiver Beamter - daher lohne sich der Einsatz kaum, so der Beamtenbund.

Keine Einbußen beim Gehalt

«Sonntag Aktuell» zufolge sollen Pensionäre künftig das volle Gehalt erhalten, das sie durch ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe verdienen - ohne Einbußen.

Der Beamtenbund hatte wiederholt Ausnahmeregelungen für vor dem Ruhestand stehende Staatsdiener verlangt, um die steigenden Flüchtlingszahlen bewältigen zu können. Anreize und befristete Lockerungen seien nötig, um Pensionäre einfacher aus den Ruhestand zurückholen zu können.

Polizei an Belastungsgrenze

Der Landesverband des Bundes Deutscher Kriminalbeamter verlangte am Sonntag zudem, die freien Stellen bei der Polizei sofort nachzubesetzen. Die Gewerkschaft der Polizei sieht die Beamten im Land an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit, auch wegen der anstehenden Sammelabschiebungen von Januar an.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Polizei, Flüchtlinge, Pension

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