17.12.2015 | Zustellung

Die E-Commerce-Logistik in Zahlen [Infografik]

Ein neuer Unique Selling Proposition könnte für Händler künftig die Nachhaltigkeit im Versandprozess sein.
Bild: Internet World Messe

Paket- und Expresslogistik verrichteten im Jahr 2015 Schwerstarbeit. Insgesamt waren 2,8 Milliarden Pakte in Deutschland unterwegs – davon 1,3 Milliarden für den E-Commerce. Der Lieferdienst DHL bewegte knapp drei Viertel aller Pakete. So das Ergebnis einer Studie.

Aktuell befinden sich Logistikunternehmen im Spagat zwischen der Zufriedenstellung der Kunden und wirtschaftlich rentablen Lieferlösungen. Insgesamt ist der deutsche Konsument mit dem Status Quo der E-Commerce-Logistik in Deutschland zufrieden. Zentrales Element der Händler-Kunden-Beziehung ist die Kommunikation des Versandstatus des Paketes. Drei Viertel der Kunden erwarten eine Benachrichtigung bei Warenversand. 66 Prozent wollen über den Sendungsverlauf informiert werden und 87 Prozent fordern eine termingetreue Lieferung. So der "E-Commerce Report II“ der Internet World Messe.

Retouren machen dem E-Commerce das Leben schwer

Nicht jedes der 2,8 Milliarden Pakete bleibt auch beim Kunden. Gerade im Bereich Fashion und Accessoires (57 Prozent), Sport und Freizeit (23 Prozent) und Möbel (15 Prozent) häufen sich die Retouren. Diese kosten den Händler durchschnittlich zehn Euro pro retourniertem Artikel. Doch eine kostenpflichtige Retoure scheint nicht die Lösung zu sein. Denn 95 Prozent der Kunden erwarten eine unkomplizierte Retourenabwicklung: kostenfreie Retoure (83 Prozent), Bereitstellung eines Rücksendeetikettes (80 Prozent), mehr als 14 Tage Rückgaberecht (43 Prozent) und Rückgabe optional in der Filiale (32 Prozent).

Nachhaltigkeit in der Logistik

Ein neuer Unique Selling Proposition könnte für Händler künftig die Nachhaltigkeit im Versandprozess sein. Denn Kunden erwarten nachhaltige Verpackung (24 Prozent) und einen umweltfreundlichen Versand (65 Prozent). Dagegen spielt die Versandart "Same-Day-Delivery“ keine große Rolle. Denn mehr als die Hälfte der Befragten würden diesen Service nur nutzen, wenn er kostenlos sein sollte. Immerhin können sich die Befragten dieses Modell der Lieferung noch am ehesten für die Zukunft vorstellen (55 Prozent), vor den Lieferarten One-Hour-Delivery (35 Prozent), Paketkasten-Lieferung (27 Prozent), Drohnenzustellung (16 Prozent) und Kofferraum-Lieferungen (elf Prozent).


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Logistik, Lieferant, Retouren

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