28.10.2015 | Zustellung

Der Fernbus wird zum Paketlieferant

Die Unternehmer wollen mit den Bussen bereits vorhandene Kapazitäten nutzen.
Bild: ADAC

Innovatives in Sachen Zustellung: Neben Passagieren werden Fernbusse in Zukunft auch Pakete transportieren. Die Idee dazu hatte das Berliner Startup Sennder. Die Pakete sollen zentral in der Nähe von Fernbusbahnhöfen gesammelt und auf die Fahrzeuge verteilt werden.

Das im Sommer 2015 gegründete Unternehmen will so in den Kurier-, Express- und Paketmarkt einsteigen und neben Fernbussen auch private und professionelle Stadtkuriere als günstige und schnelle Alternative zur klassischen Zustellung im Markt platzieren.

Es sollen bereits vorhandene Kapazitäten genutzt werden, erklärt Mitgründer Dr. Nicolas Stephan. Dadurch sollen vor allem Pakete und kleinere Lieferungen effizient, flexibel, vor allem aber grüner verschickt werden.

Zustellung erfolgt direkt oder an Sammelpunkt

Die Pakete werden zentral in der Nähe von Fernbusbahnhöfen gesammelt und dann auf die verschiedenen Fahrzeuge verteilt. Der Empfänger kann entscheiden, ob er seine Lieferung an einem Sammelpunkt direkt abholen oder sich zustellen lassen möchte. Erste Vereinbarungen mit Fernbusanbietern wurden bereits geschlossen, derzeit werden Gespräche mit mehreren lokalen Transporteuren geführt.

Bereits Mitte Oktober hat Sennder eine Vermittlungsplattform für Transporte gestartet. Auf der Unternehmenswebsite werden Menschen mit Liefergesuchen für Kurz- und Langstrecken sowie private und professionelle Transporteure zusammengeführt. Der Fokus liegt momentan auf der Mitnahme von unhandlicher und fragiler Fracht, im kommenden Jahr soll das Modell auch auf Pakete und Lieferungen ausgeweitet werden.

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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Zustellung, E-Commerce

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