09.11.2011 | Vertrieb

Weihnachtsgeschäft: Deutsche erhöhen Geschenkbudgets

Deutsche Verbraucher gehen im Gegensatz zu ihren europäischen Nachbarn optimistisch in die Weihnachtszeit – und haben ihre Geschenkbudgets laut einer Studie von Deloitte um durchschnittlich vier Prozent erhöht.

Als Geschenke werden dieses Weihnachten vor allem Bücher (51 Prozent), Bargeld (43 Prozent), Geschenkgutscheine (36 Prozent) und Eintrittskarten für Theater, Konzerte, Kino oder Sportveranstaltungen gewünscht. Bei Geschenken für Kinder wird Wert auf den pädagogischen Nutzen gelegt.

Zwar kaufen deutsche Konsumenten noch hauptsächlich im stationären Handel ein, die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen nimmt jedoch weiter zu. Im europäischen Vergleich kaufen Deutsche häufiger im Netz als andere. Am meisten genutzt wird das Internet aber zur Recherche. Beim M-Commerce sind Deutsche noch ein wenig zurückhaltend, erst 20 Prozent haben schon einmal mit dem Handy eingekauft. Künftig werde eine kundenorientierte Cross-Channel-Strategie für Händler den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bringen, so Peter Thormann, Partner bei Deloitte. Noch in der Entwicklungsphase steckt laut Studie das Social Web, das von Konsumenten noch nicht als Verkaufskanal wahrgenommen wird, obwohl erste Unternehmen Produkte auch in Sozialen Netzwerken direkt zum Kauf anbieten.

Was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angeht, glauben mit 53 Prozent in Deutschland weit mehr an eine stabile Wirtschaftsentwicklung als der europäische Durchschnitt mit 27 Prozent. Der Anteil der Optimisten hat sich im Zuge der Krisen in Griechenland und Italien jedoch verringert: Ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass sich die Lage auch in Deutschland bald verschärfen wird. Insbesondere ältere Verbraucher machen sich Sorgen um die Entwicklung der individuellen Kaufkraft. (sas)

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