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Handel erwartet mehr Retouren

Ein Vorteil für den stationären Handel: Es wird weniger umgetauscht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Knapp jeder fünfte stationäre Händler erwartet einen Umtauschanteil für das Januargeschäft von mindestens fünf Prozent. Im Online-Handel ist die Retourenquote erwartungsgemäß deutlich höher. So das Ergebnis des Handelskix, dem Konjunkturindex des stationären Einzelhandels.

Im stationären Handel existieren keine gesetzlichen Rückgabe-Regelungen. Online-Händler sind hingegen verpflichtet, ein 14-tägiges Umtauschrecht zu gewähren. Die meisten stationären Händler agieren jedoch kulant und bieten ihren Kunden ein freiwilliges Rückgaberecht. Die Monatsfrage des Handelskix im Januar zeigt, dass knapp jeder fünfte Händler für das Januargeschäft von einer Warenrückgabe von fünf und mehr Prozent ausgeht. 10,5 Prozent rechnen mit einer Rückgabequote zwischen drei und fünf Prozent. Im Durchschnitt erwarten die Händler einr Quote von 2,6 Prozent; der Jahresdurchschnitt liegt bei 1,9 Prozent. Ein ganz anderes Bild liefert der Online-Handel, wo Retourenquoten um fünf Prozent die Regel sind.

Entsprechend sehen sich 84 Prozent der befragten stationären Händler gegenüber ihrer Konkurrenz aus dem Internet im Vorteil. Und der Konjunkturindex gibt ihnen Recht: 15,3 Prozent der Online-Händler erhalten im Jahresdurchschnitt zehn bis dreißig Prozent der verkauften Ware wieder zurück.

Konjunktur startet verhalten ins neue Jahr

Die Stimmung könnte zu Jahresbeginn besser sein. Der Indexwert für die aktuelle Geschäftslage fällt demnach leicht und bleibt mit 87,7 Punkten weiterhin unterhalb der neutralen 100-Punkte-Marke. Wirklich zufrieden mit dem Januargeschäft ist nur ein knappes Viertel der Befragten. Für den Jahresverlauf erwarten viele jedoch eine Besserung: Fast 40 Prozent rechnen mit einer positiven Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten.

Der Handelskix ist eine monatliche Erhebung des Handelsverbands Deutschland (Hde) in Zusammenarbeit mit dem Ifh Institut für Handelsforschung in Köln.

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