11.11.2013 | Vertrieb

Direktverkauf nimmt europaweit zu

Das größte europäische Direktvertriebsunternehmen ist der Staubsaugerhersteller Vorwerk.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im weltweiten Vergleich ist Europa der drittgrößte Markt für den Direktvertrieb. Während als Folge des wirtschaftlichen Abschwungs insgesamt ein Rückgang des Absatzes zu beobachten ist, verzeichnet der Direktverkauf ein kleines einstelliges Plus. Dies meldet der Marktforscher ystats.com.

Die größten europäischen Märkte - Frankreich, Deutschland und Russland – sind dem "Europe Direct Selling Report 2013" zufolge auch die größten Direktverkaufsländer der Welt. Die drei weisen 2013 einen Umsatz von jeweils mehreren Milliarden Euro auf.

Die derzeit wirtschaftlich angeschlagenen südeuropäischen Länder Italien und Portugal kämpften bereits 2012 gegen Umsatzrückgänge an. Gleichzeitig stieg dort auch die Zahl der Direktverkäufer, zumeist Personen, die entweder eine neue primäre oder weitere zusätzliche Einkommensquelle benötigten. Ein zweistelliges Wachstum erreichte Russland. Insbesondere in ländlichen Gegenden mit wenigen Einzelhändlern ist das Potenzial für den Direktvertrieb hoch. Eine neue Steuerverordnung für Alleinunternehmen könnte die Branche jedoch bremsen. Die Produktkategorien, die am häufigsten über den Direktvertrieb verkauft werden, sind Kosmetik- und Körperpflegeartikel, die ein Drittel des Gesamtabsatzes ausmachen. In der Ukraine und der Türkei sind sogar zwei Drittel der direkt vertriebenen Artikel Schönheitsprodukte.

Am meisten verkauft hat im vergangenen Jahr Amway. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Avon und Herbalife, wobei der Umsatz dieser beiden Unternehmen abgenommen hat, während Amway zulegen konnte. Das größte europäische Direktvertriebsunternehmen war der deutsche Staubsaugerhersteller Vorwerk.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, Direktvertrieb

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