26.01.2012 | Vertrieb

Versicherungsbranche plant Konzept zur Weiterbildung

Bis spätestens 2016 sollen Versicherungsvermittler dazu verpflichtet werden, sich regelmäßig weiterzubilden. Beim Neujahrsempfang der Münchener Assekuranz, der vom Bundesverband der Assekuranzführungskräfte (Vga) organisiert worden war, wurde bereits darüber diskutiert, wie diese Weiterbildungspflicht konkret aussehen kann. Dies berichtet die Onlineausgabe des Versicherungsjournals.

Bei der Ausgestaltung einer Weiterbildungspflicht, die der Gesetzgeber für die gesamte Branche vorsieht, könne man sich an den bereits bestehenden Regularien für Ärzte orientieren. Aus Vga-Sicht seien 250 Pflichtstunden für Fortbildungen in einem Zeitraum von fünf Jahren vorstellbar. 150 Stunden könnten dabei auf den Bereich Fach- und Beratungskompetenz entfallen, weitere Einheiten für Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz vorgesehen werden. Die Maßnahmen, die sowohl intern als auch extern im Rahmen von Fachveranstaltungen und Messebesuchen stattfinden könnten, sollten anhand eines Punktesystems bewertet werden. Die Kompetenznachweise sollten schließlich durch eine öffentlich-rechtliche Stelle attestiert werden.

Zunächst sollten alle registrierten Vermittler zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtet werden, später würden dann auch Vertriebsführungskräfte mit einbezogen. Ziel müsse es sein, die Pläne gegenüber Politik, Aufsicht und Verbraucherschutz glaubhaft darzustellen und die gesamte Branche von Beginn an in die Vorbereitungen mit einzubeziehen. (sas)

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