30.04.2012 | Versandhandel

Neckermann verabschiedet sich vom Katalog

Über Neckermann sind dunkle Wolken aufgezogen.
Bild: neckermann.de GmbH

Obwohl Neckermann seit längerer Zeit verstärkt auf E-Commerce setzt, sieht sich der Frankfurter Versandhändler dazu gezwungen, jede zweite Stelle zu streichen. Grund sei das schrumpfende Kataloggeschäft.

Das Unternehmen war im vergangenen Jahr Berichten zufolge zurück in die Verlustzone gerutscht - nach einer schwarzen Null vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im Jahr zuvor.

Im E-Commerce wächst Neckermann seit dem Jahr 2010 zweistellig. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen hier ein Plus von 30 Prozent. Neckermann will daher die Onlinesortimente Technik und Möbel sowie Haus- und Heimtextilien kräftig ausbauen. Der Hauptkatalog und alle sortimentsübergreifenden Kataloge sollen dagegen eingestellt werden. Für die Neckermann-Gesellschaften in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Benelux gelte grundsätzlich eine ähnliche Strategie.

Neckermann gehörte einst zu dem Handels- und Touristikkonzern Arcandor. Nach der Arcandor-Pleite wurde das Unternehmen komplett vom US-Investor Sun Capital übernommen. (ms)

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, E-Commerce, Direktmarketing

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