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Neckermann geht in die Insolvenz

Sun Capital lässt Neckermann in die Insolvenz gehen.
Bild: neckermann.de GmbH

Alle Rettungsversuche haben nichts genützt: Der Versandhändler Neckermann hat beim Amtsgericht Frankfurt einen Insolvenzantrag gestellt. Über die Abwicklung des im April beschlossenen Abbaus der Hälfte der Arbeitsplätze konnte offenbar keine Einigung mit dem Investor Sun Capital erzielt werden.

Deshalb stellt das amerikanische Unternehmen keine weiteren Gelder zur Verfügung. Dadurch wurde der Gang in die Insolvenz unvermeidlich. Die Geschäftsführung möchte das laufende Geschäft auch im vorläufigen Insolvenzverfahren aufrechterhalten und das Geschäft grundsätzlich weiterführen, heißt es in einer Pressemitteilung. Mittlerweile soll es laut Medienberichten auch erste Interessenten geben. Immerhin gelten einige Sparten des Versandhändlers als profitabel.

Der Versandhändler war im vergangenen Jahr offenbar in die Verlustzone gerutscht - nach einer schwarzen Null vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im Jahr zuvor, und trotz eines starken Fokus auf den boomenden E-Commerce. Neckermann gehörte früher zu dem Handels- und Touristikkonzern Arcandor. Nach der Arcandor-Pleite wurde das Unternehmen komplett vom US-Investor Sun Capital übernommen.

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, E-Commerce

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