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Verknüpfung von Online-Shop und Filiale bietet die größten Chancen

Der Handel streckt sich Richtung E-Commerce.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im deutschen Einzelhandel verlagert sich das Geschäft weiter von den Filialen ins Internet und bildet ein ertragreiches Zusatzgeschäft. Denn nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wird der Online-Markt in den kommenden Jahren um rund acht Prozent wachsen.

Im vergangenen Jahr lag das geschätzte Marktvolumen noch bei 21 Milliarden Euro, bis zum Jahr 2015 könnte der Umsatz bereits 30 Milliarden Euro betragen. Im Ergebnis wird der Anteil der Online-Erlöse am gesamten Einzelhandelsvolumen von aktuell rund fünf auf beinahe sieben Prozent wachsen – Downloads digitaler Produkte wie Musik sowie Online-Käufe von Dienstleistungen wie Reisen und Flugtickets nicht eingerechnet.

Auch folgende Ergebnisse der PwC-Untersuchung werden E-Shop-Betreiber freuen: Fast jeder Zweite (54 Prozent) der 1.000 Befragten will künftig noch häufiger online einkaufen. Dabei wächst auch die Zahl der Erstkäufer weiter an: 28 Prozent hatten in den vergangenen zwölf Monaten zum ersten Mal im Internet gekauft. Die Zukunft liege deshalb in der Verknüpfung von Filiale und E-Shop, kommentiert Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüterindustrie bei PwC, das Ergebnis. Im stationären Handel allein seien Umsatzzuwächse heute kaum noch zu erzielen. Konzepte, in denen sich Filiale und Internet gezielt ergänzten und durch Flexibilität, Einkaufserlebnisse und Service Mehrwerte böten, hätten das größte Potenzial.

Schon jetzt informieren sich viele der Befragten am liebsten vorab im Internet, beispielsweise beim Kauf von Schuhen, gehen dann aber zum Kauf ins Ladengeschäft. 60 Prozent würden ihre Einkaufe dann aber am liebsten geliefert bekommen, als sie selbst nach Hause zu tragen. Insgesamt liegt der Anteil der im Internet gekauften Schuhe und Kleidung (aber auch Elektronik und Computer) bei 50 Prozent. Bei Büchern, DVDs und anderen Medien liegt dieser Anteil inzwischen sogar bei 60 Prozent. Als Gründe für die Entscheidung für den Online-Shop werden zumeist die Umgehung der Ladenöffnungszeiten (84 Prozent), der einfachere Produktvergleich (75 Prozent) sowie günstigere Preise (68 Prozent) genannt.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce

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