06.02.2014 | Studie

So kaufen Smart Natives heute ein

Das Internet wird den Einkaufsbummel in der Fußgängerzone nicht ersetzen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein Leben ohne Internet können sich Smart Natives zwischen 16 und 25 Jahren kaum vorstellen. Weil sie damit aufgewachsen sind, ist Online-Shopping für sie eine Selbstverständlichkeit. Auf Ladengeschäfte wollen sie dennoch nicht verzichten. So das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Das Whitepaper "Cross-Channel 2020 – Smart Natives im Fokus" belegt: Ein Viertel der sogenannten Smart Natives, junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, sind begeisterte Onlineshopper. Weil sie als erste Generation mit dem Internet aufgewachsen sind, sind sie mit den digitalen Einkaufsmöglichkeiten bestens vertraut und integrieren die verschiedenen Einkaufskanäle ganz selbstverständlich in ihre Shoppinggewohnheiten.

Trotz der ausgesprochenen Affinität zum Onlineshopping stehen Ladengeschäfte bei jungen Zielgruppen weiterhin hoch im Kurs. Die Mehrheit (70 Prozent) glaubt deshalb nicht, dass Onlineshops den stationären Handel komplett ersetzen werden. Händler können sich aber dennoch nicht beruhigt zurücklehnen, denn im Umkehrschluss bestätigt mehr als ein Viertel der Smart Natives, dass Onlineshops stationäre Läden im Einzelfall durchaus ersetzen können.

Was wo gekauft wird, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Während Lebensmittel sowie Kosmetik, Körperpflegeartikel und Düfte am liebsten stationär gekauft werden, setzen Smart Natives beim Kauf von Technik vor allem aufs Internet. Auch Kleidung und Schuhe werden gerne online bestellt.

Crosschannel-Services sind ein Muss

Eine entscheidende Rolle fürs Einkaufserlebnis spielt für junge Zielgruppen die Verknüpfung von stationären und digitalen Verkaufskanälen. Weil selbst Smart Natives in Zukunft nicht auf den stationären Handel verzichten möchten, seien Cross-Channel-Services für Händler ein Muss, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. Junge Konsumenten gehen selbstverständlich davon aus, dass sie problemlos zwischen verschiedenen Kanälen hin- und herwechseln können, sofern der Anbieter in mehreren Kanälen aktiv ist. Ein besonders gefragter Service ist beispielsweise die Rückgabe im Internet bestellter Waren im Laden. Ähnliches gilt für Coupons oder Angebote, die sich sowohl online als auch offline einlösen lassen. Denn weil Smart Natives kaum noch zwischen On- und Offline-Kanälen unterscheiden, wollen und können sie eine Trennung nicht nachvollziehen. Crosschannel sei für diese Zielgruppe kein abstraktes Konzept, sondern eine konkrete Forderung, auf den sich der Handel einstellen muss, so das Fazit von Michael Hubrich, Regional Sales Director DACH bei Hybris und Mitautor der Studie.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Multichannel, Kundenbindung, Vertrieb

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