Die beliebteste Direktvertriebsart war auch im Jahr 2016 wieder einmal die Verkaufsparty Bild: Corbis

Die Direktvertriebsunternehmen in Deutschland haben ihren Gesamtumsatz im vergangenen Jahrzehnt von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 17 Milliarden Euro im Jahr 2016 annähernd verdoppeln können. Im Vergleich zum Jahr 2015 steigerte sich der Umsatz um vier Prozent.

Gute Zeiten für Deutschlands Direktvertriebsunternehmen. Sie konnten ihre Umsatzzahlen in der vergangenen Dekade nahezu verdoppeln. Lagen diese im Jahr 2007 noch bei 8,7 Milliarden Euro, waren es im Jahr 2016 schon 17 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Marktstudie der Universität Mannheim, die im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) jährlich durchgeführt wird. Die Erwartungen der Branche an das laufende Geschäftsjahr fallen durchweg positiv aus: Die Unternehmen rechnen mit einer Umsatzsteigerung von acht Prozent auf rund 18,4 Milliarden Euro.

Immer mehr Partner im Direktvertrieb

Auch die Entwicklung der selbständigen Vertriebspartner, die für deutsche Direktvertriebsunternehmen tätig sind, ist positiv: Im Jahr 2016 konnten 26.000 neue Partner gewonnen werden. Insgesamt sind nun 865.883 Verkaufsberater für die Branche tätig. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. "Im Direktvertrieb genießen Vertriebspartner einen sehr hohen Stellenwert verglichen mit anderen Branchen“, sagt Jochen Acker, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD). Und dies sei sehr wichtig, denn Begeisterung und Freude am Verkaufen seien Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens und der gesamten Branche.

Die Verkaufsparty bleibt der Renner im Direktvertrieb

Die beliebteste Direktvertriebsart ist auch im Jahr 2016 mit rund 50 Prozent wieder einmal die Verkaufsparty gewesen. Fast die Hälfte aller Verkaufspartys kann durchschnittlich einen Bestellwert von 250 bis 500 Euro verzeichnen. Bei 30 Prozent der Partys werden über 500 Euro umgesetzt.

In der Studie der Universität Mannheim werden die Ergebnisse der Befragung von Direktvertriebsunternehmen in Deutschland zusammengefasst. Ziel der jährlichen Marktstudie ist es, einen Einblick in die aktuelle Situation der Direktvertriebsbranche zu gewinnen. An der Online-Befragung der Universität im Frühjahr 2017 nahmen 299 Unternehmen teil.

Was macht der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland? 

Der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) setzt sich für die Interessen der Direktvertriebsunternehmen des privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsbereichs ein. Im BDD sind 50 Unternehmen organisiert, die ganz unterschiedliche Produkte beziehungsweise Dienstleistungen verkaufen. Dazu gehören Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Schönheitsartikel, Schmuck, Heimtiernahrung sowie Energiedienstleistungen.

Schlagworte zum Thema:  Direktvertrieb, Vertrieb, Marketing

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