23.04.2014 | Konsumbarometer

Stationärer Handel bleibt fester Bestandteil der Konsumwelt

Schafft es der Handel, Online- und Offline-Welten zu verknüpfen, werden die Einkaufszentren voll bleiben.
Bild: ECE

Gute Stimmung bei Europas Verbrauchern: Laut Europa Konsumbarometer 2014 von Commerz Finanz wollen 40 Prozent der Befragten ihre Ausgaben im kommenden Jahr steigern. Trotz des starken E-Commerce kann auch der stationäre Handel profitieren. Voraussetzung: Die Verknüpfung von Online- und Offline-Welt.

Geld ausgeben wollen die Verbraucher demnach vor allem für Reisen und Freizeit. Ebenso planen viele den Kauf von Smartphones und Tablets. Technisch bestens ausgerüstet sind Europäer aber auch heute schon: 20 Prozent besitzen ein Tablet, 42 Prozent ein Smartphone und  - positiv für den stationären Handel – setzen dies auch häufig in Ladengeschäften ein. Eine Herausforderung für den Handel werde deshalb die Verknüpfung von Online- und Offline-Welten sein, sagt Dr. Anja Wenk, Bereichsleiterin Vertriebsmanagement der Commerz Finanz. Die Kunst liege darin, die Flexibilität des M-Commerce in die stationären Verkaufsstellen zu integrieren. Der Handel der Zukunft zeichne sich im Sinne der Digitalisierung durch ein einheitliches Marken- und Shopping-Erlebnis über mehrere Kanäle aus. Der Wunsch nach Fachberatung und Erlebnis-Shopping bleibe erhalten.

E-Commerce ist dementsprechend ein fester Bestandteil der Konsumwelt. Mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) will künftig noch mehr im Internet einkaufen. Bei der Wahl der Endgeräte tendieren die Deutschen noch zu den größeren Bildschirmen: 48 Prozent der Bestellungen werden vom PC aus getätigt, 44 Prozent nehmen dazu einen Laptop.

Erst ins Web, dann in den Laden

Trotzdem möchten die Verbraucher den stationären Handel nicht missen. 43 Prozent wollen auch in Zukunft in Ladengeschäften einkaufen, jeder Zehnte sogar öfter als bisher. 73 Prozent sagen, die Qualität einer Händlerwebsite beziehungsweise einer mobilen App trage maßgeblich dazu bei, anschließend den stationären Laden des Händlers aufzusuchen. Auch nach Angeboten, die letztlich stationär gekauft werden, suchen die meisten (70 Prozent) zunächst im Internet. Neben digitalen Angeboten erwarten Konsumenten aber auch die Fortsetzung des virtuellen Shopping-Erlebnisses. Dazu müssen die Stärken des Vor-Ort-Services mit denen des Online-Handels verknüpft werden.

Hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Gesamtsituation zeigen sich Europas Verbraucher zuversichtlich. Dabei bewerten sie ihre persönliche wirtschaftliche Situation besser als die ihres Landes. In der Folge planen die Verbraucher in sechs von zwölf europäischen Ländern im kommenden Jahr weniger zu sparen und mehr auszugeben. Neben Reisen und Freizeitangeboten (49 Prozent) gehören auch Elektrohaushaltsgeräte (39 Prozent), Einrichtung (38 Prozent) sowie Smartphones (27 Prozent) und Tablets (22 Prozent) dazu. 

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, E-Commerce, Versandhandel, Kundenservice

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