14.10.2016 | EHI-Studie

Stationäre Läden bleiben tragende Säule des Einzelhandels

Volle Kühlschränke sorgen für Platz eins des Lebensmitteleinzelhandels im Ranking.
Bild: Paul-Georg Meister ⁄

Online- und Versandhandel gewinnen zunehmend an Marktanteilen, die tragende Säule bleibt dennoch der stationäre Einzelhandel. Laut einer aktuellen EHI-Studie erwirtschafteten die Top 1.000 stationären Vertriebslinien 2015 zwei Drittel des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Deutschland.

Diese stationären Vertriebslinien kamen demnach auf einen Netto-Umsatz in Höhe von fast 300 Milliarden Euro. Als größte Branche nennt die Studie "Stationärer Einzelhandel Deutschland 2016“ den Lebensmitteleinzelhandel, der für mehr als die Hälfte der Umsätze verantwortlich ist. An zweiter Stelle rangiert Do-it-Yourself & Einrichten (DIY), dahinter Mode & Accessoires. Kunden schätzen weiterhin die Vorteile des Einkaufens im Laden. Diese muss der stationäre Handel auch in Zukunft konsequent ausschöpfen.

Neun der zehn umsatzstärksten Vertriebslinien gehören dem Lebensmitteleinzelhandel an. Platz eins belegen die Edeka-Supermärkte mit einem Umsatz von 27,1 Milliarden Euro. Einziger Nonfood-Anbieter in den Top 10 ist der Elektronik-Händler Media Markt auf Platz 10 (6,5 Milliarden Umsatz). Die Handelskonzerne Edeka und Rewe führen auch die meisten Vertriebslinien im stationären Einzelhandel. Inklusive Bäckereifilialisten und Getränkemärkten betreibt die Edeka-Gruppe 16 stationäre Vertriebslinien und liegt damit vor Rewe (13 Vertriebslinien).

Stationärer Handel: Ikea auf Platz 1 der Möbelhäuser

Die Branche DIY erwirtschaftet 14,5 Prozent des Einzelhandelsumsatzes, konzentriert ist der Bereich Baumarkt, denn hier erwirtschafteten 17 Vertriebslinien über 35 Prozent des Branchenumsatzes. Möbelhäuser (mit 78 Vertriebslinien) machen 34,4 Prozent des Umsatzes aus, Top 1 der Branche ist Ikea mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Die klassischen Modehändler werden immer mehr von großen vertikalen – international operierenden – Filialisten verdrängt. So ist nur Peek & Cloppenburg als einziger Vollsortimenter unter den Top 10 der Branche Mode und Accessoires zu finden. Insgesamt erwirtschaftete diese Branche fast 29 Milliarden Euro, das entspricht einem Umsatzanteil von 9,6 Prozent der Top 1.000. Das Vertriebslinien-Ranking dieser Branche wird mit 2,8 Milliarden Euro von H&M angeführt.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Vertrieb

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