| Prognose

Kaufkraft der Deutschen soll 2015 steigen

Der Landkreis Görlitz bildet das Schlusslicht in Sachen Kaufkraft.
Bild: Sylvia-Verena Michel ⁄

Laut der Studie "GfK Kaufkraft Deutschland 2015" haben die Deutschen im Jahr 2015 nominal rund 572 Euro pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung als im Jahr 2014. Der reale Kaufkraftzuwachs soll bei rund 1,3 Prozent liegen.

Die Gfk prognostiziert für das kommende Jahr eine Kaufkraftsumme von 1.732,4 Milliarden Euro für Deutschland. Bezogen auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Wert von 21.449 Euro pro Kopf. Damit werden die Deutschen im Jahr 2015 durchschnittlich nominal 572 Euro – rund 2,74 Prozent – mehr für Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten als im Vorjahr zur Verfügung haben. Angesichts der von Eurostat prognostizierten Inflationsrate von 1,4 Prozent und der stabilen Lohnentwicklung können sich die Bundesbürger nicht nur über den nominalen, sondern auch über einen leichten realen Kaufkraftzuwachs pro Kopf von rund 1,3 Prozent freuen.

Regionale Unterschiede

Sechs der 16 Bundesländer weisen eine überdurchschnittliche Kaufkraft pro Kopf auf. Die ostdeutschen Bundesländer holen auf, liegen aber noch immer unter dem gesamtdeutschen Pro-Kopf-Durchschnitt. Auch innerhalb der einzelnen Bundesländer variiert die Kaufkraft zum Teil erheblich. Dabei sind die Unterschiede jedoch nicht in allen Bundesländern gleich stark ausgeprägt. Die größte Spreizung der Kaufkraft zwischen einzelnen Kreisen weist Bayern auf (konkret Starnberg und Freyung-Grafenau).

Die Top 10 der Stadt- und Landkreise bleiben bis auf zwei Wechsel unverändert. So verdrängt der Stadtkreis Erlangen den Landkreis Dachau von Platz acht. Der Landkreis Stormarn schafft es erneut in die Top 10, dafür rutscht der Landkreis Miesbach heraus. Noch immer ist der Landkreis Starnberg bundesweit der Kreis mit der höchsten Kaufkraft (pro Kopf). Der Landkreis Görlitz bildet das Schlusslicht.

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Schlagworte zum Thema:  Kaufverhalten, Vertrieb, Marketing

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