20.10.2015 | Payment

Verbraucherschützer monieren Nachnahme-Gebühren der Online-Händler

Wie ein Irrgarten kommen die Zahlungsbedingungen Online-Kunden vor, wenn sie per Nachnahme bestellen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Beim Payment gilt: Käufer mögen die Bestellung per Nachnahme nicht. Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW belegt, woran das (auch) liegen könnte: Verbraucher werden oft mit Zusatzkosten und verwirrenden Preisangaben konfrontiert.

Beinahe die Hälfte der von den Verbraucherschützern stichprobeartig untersuchten 50 Webshops klärt Kunden nicht transparent über anfallende Nachnahme-Gebühren auf. Ein typisches Beispiel: In der Rubrik "Zahlungsarten“ führt ein Textilshop eine „Gebühr von 5,00 Euro“ auf. Das obligatorische Übermittlungsgeld an DHL wird jedoch verschwiegen. Laut AGB und Bestellbestätigung werden 6,50 Euro plus Versand an DHL fällig.

Payment: Die vollständigen Nachnahme-Kosten müssen immer transparent sein

Jedoch gilt: Der vollständige Preis der Zahlungsart Nachnahme muss stets angegeben werden, möglichst mit Zahlungsinformationen, in den AGB sowie während des Bestellvorgangs.

Eine Intransparenz fanden die Verbraucherschützer jedoch in jedem vierten untersuchten Shop. Mal wurde das Übermittlungsgeld während des gesamten Einkaufs verschwiegen, mal wurde die Höhe falsch ausgewiesen oder die Zustellkosten wurden als Nachnahmegebühr bezeichnet oder umgekehrt. Vier Shops vermischten obendrein Nachnahme-Preis mit Versandkosten, wodurch sich die Lieferkosten, wenn die Bezahlung an der Haustür gewählt wurde, mal eben änderten.

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Schlagworte zum Thema:  Payment, Vertrieb, E-Commerce, Zustellung

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