04.11.2011 | Vertrieb

Onliner mit geringen Erwartungen an Social Shopping

Laut einer repräsentativen Studie der Hochschule der Medien in Stuttgart (HdM) in Zusammenarbeit mit Dmc Digital Media Center ist die Verbindung aus Facebook und Shopping noch nicht in den Köpfen der Verbraucher angekommen.

Die Studie belegt, dass die Erwartungen der Verbraucher an Einkaufsangebote in Sozialen Netzwerken noch sehr gering sind – eine Chance für Unternehmen und Händler bei Konsumenten zu punkten. Denn bis zum Jahr 2015 prognostizieren verschiedene Beratungsunternehmen einen Gesamtumsatz von rund 30 Milliarden Dollar aus Social-Media-Verkäufen. Bis dahin scheint es aber noch ein langer Weg, da bislang erst sechs Prozent der Konsumenten über ein gelungenes Shopping-Erlebnis auf Facebook berichten können. Etwa die Hälfte der Befragten betrachtet das Soziale Netzwerk erst gar nicht als einen potenziellen Einkaufskanal.

Andreas Schwend, Managing Partner von Dmc, empfiehlt Händlern, das gewaltige Potenzial von Facebook als Vertriebskanal nicht zu unterschätzen. Dennoch hält er derzeit noch klassische Online-Shops für wichtiger, da sie bei Verbrauchern bislang noch das größere Vertrauen genössen. Dennoch solle das Ziel darin bestehen, sich langsam aber sicher eine eigene Facebook-Community rund um die Marke aufzubauen. Dabei seien Facebook-Shops mit besonderen Angeboten das Mittel der Wahl. Aufgrund der geringen Erwartungshaltung der Nutzer sei hier das Überraschungsmomentum besonders wirkungsvoll. Kreative Angebotsideen würden Online-Käufer schnell involvieren und so virale Effekte anstoßen.

Interessant: Während 82 Prozent der Befragten Produktbewertungen in klassischen Online-Shops nützlich finden, trifft dies bei Facebook nur auf jeden Vierten zu. Offenbar ist das Vertrauen in Facebook noch entwicklungsfähig, denn weniger als zehn Prozent möchten einen Verkauf komplett über Facebook abwickeln. Stattdessen möchte die Hälfte den auf Facebook begonnenen Einkauf lieber im Online-Shop beenden. (sas)

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